Fritz Erler • Weiblicher Akt in arkadischer Landschaft

Fritz Erler
Weiblicher Akt in arkadischer Landschaft

um 1910/20

Tempera auf Karton
88 x 33 cm
Links oben signiert

Fritz Erler zählt neben Reinhold Max Eichler, Adolf Münzer und Leo Putz zu den Hauptvertretern der Münchner Künstlervereinigung „Die Scholle“. Deren Mitglieder kennen sich aus der Studienzeit bzw. durch die Mitarbeit an der Zeitschrift Jugend und sind zwischen 1899 und 1911 als Ausstellungsgemeinschaft im Münchner Glaspalast sowie in der Münchner Secession vertreten. Obwohl die Gruppe kein festes Programm hat, sondern sich als lockere Künstlergemeinschaft versteht, in der sich jeder auf seiner eigenen Scholle behauptet, verkörpert sie eine der fortschrittlichsten Strömungen der Münchner Malerei um 1900.

Ab 1898 spezialisiert sich Erler auf großformatige dekorative Wandbilder und Fresken für private wie öffentliche Auftraggeber. In diesem Kontext ist auch das mit Temperafarben gemalte Werk "Weiblicher Akt in arkadischer Landschaft" zu sehen. Die skizzenhafte Ausführung und das steile Hochformat deuten darauf hin, dass es sich um den Entwurf für ein Wandpanel handelt.

Sein lyrisch-träumerischer Charakter lässt an die Bestimmung für einen Musiksalon denken.
Wie geschätzt und erfolgreich Erler zu Lebzeiten war, belegt nicht nur die regelmäßige Teilnahme an wichtigen großen deutschen Kunstausstellungen, sondern auch die Tatsache, dass seit 1910 ein ständiger Ausstellungsraum in der Modernen Galerie Heinrich Thannhauser in München für seine Werke reserviert war.

Preis auf Anfrage


BIOGRAFIE

Fritz Erler
(1868 Frankenstein (Schlesien) - 1940 München)